- 28.11.2026 – 10.04.2027
- Vernissage: Sa. 28.11. / 16.00
- mit anschliessendem Apéro riche
- Künstlerduo: Meier&Franz
- Öffnungszeiten: Mo 10.00-12.00 / 14.00-16.00, Mi und Sa 14.00 - 17.00
- Ort: SchulSchaulager, Sägestrasse 65, 3098 Köniz
Das Schulmuseum Bern zeigt eine neue, eigens für das Museum entwickelte Arbeit des Zürcher Künstlerduos Michael Meier & Christoph Franz. Das Künstlerduo beschäftigt sich in seiner Arbeit mit einem der ältesten Schreibwerkzeuge, das auch im heutigen Schulbetrieb noch regelmässig zum Einsatz kommt, dem Bleistift. Dabei zeichnen Meier & Franz ein Bild von Verkehrswegen, kolonialer Geschichte und kultureller Identifikation.
Der Bleistift als globales Objekt
Ausgehend vom Bleistift untersuchen Michael Meier & Christoph Franz die Herkunft und die Verarbeitung seiner Bestandteile. Sie folgen dem Graphit von seinem Abbau über internationale Verkehrs- und Handelswege bis zur Herstellung des fertigen Schreibgeräts. Dabei verbinden sie Fragen zur Migration von Rohstoffen, Wissen und Gütern mit kolonialer Geschichte, wirtschaftlichen Verflechtungen und Prozessen kultureller Aneignung. Eine besondere Rolle spielt der in der Schweiz weitverbreitete Bleistift «Edelweiss» von Caran d’Ache. Sein Name und seine Gestaltung stehen für eine alpenländische Identität, während die zur Herstellung benötigten Materialien und das damit verbundene Wissen aus unterschiedlichen Regionen der Welt stammen.
«Fremde Räume – Schule, Migration und die Welt»
Die Ausstellung ist Teil der Wechselausstellungsreihe «Fremde Räume – Schule, Migration und die Welt». Im Zentrum der Reihe stehen historische und gegenwärtige Migrationserfahrungen im schulischen Kontext sowie deren gesellschaftliche und kulturelle Darstellung. Nicht nur Menschen bewegen sich über geografische und kulturelle Grenzen hinweg, sondern auch Materialien, Pflanzen, Waren, Wissen und Vorstellungen von Identität.
Michael Meier & Christoph Franz arbeiten als Künstlerduo in Zürich. Orte und ihre gesellschaftlichen, historischen und politischen Prägungen sind Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Praxis. In sorgfältigen, recherchebasierten Prozessen eignen sich die Künstler diese Orte an und nehmen mit konzeptionellen Arbeiten darauf Bezug. Ihr thematischer Fokus liegt auf der Stadt sowohl als konkretes Interaktionsfeld als auch als Denkraum. Meier & Franz setzen sich mit den Veränderungsprozessen unserer gebauten Umwelt auseinander. Sie verhandeln in spezifischen Zugängen die Sedimente des Städtischen, hinterfragen dessen Gewordenheiten und versetzen sie in Bewegung.
